
js blog
09.09.2026
Die Fette Katze stirbt
Vom Ende einer bisher einmaligen Institution








Jetzt ist es endgültig:
Ende September schließt das Fat Cat seine Türen.
Für mich geht damit ein Ort zu Ende, an dem ich in den vergangenen Jahren eine Heimat für meine kreativen Projekte gefunden habe. Und auch wenn von Anfang an klar war, dass das Fat Cat nur als Zwischennutzung gedacht war, fühlt sich sein Ende trotzdem wie ein großer Verlust an.
Denn das Fat Cat war mit wenig vergleichbar, was es zuvor in München gegeben hat. Es war nicht einfach nur ein Gebäude mit ungewöhnlich viel Raum für Kreative, sondern vor allem eine große und vielfältige Gemeinschaft.
Musiker*innen, Filmemacher*innen, Fotograf*innen, Maler*innen, Theatermacher*innen, Autor*innen und viele andere Kreative haben hier gearbeitet, experimentiert und sich ausgetauscht. Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen sind aufeinandergetroffen – und genau daraus entstand eine besondere Mischung aus Inspiration, Zusammenarbeit und spontanen Begegnungen.
Besonders war auch, dass es neben Ateliers und Studioräumen ausreichend Veranstaltungsflächen gab, um eigene Ideen direkt vor Ort umzusetzen. Ausstellungen, Konzerte, Theaterperformances, Workshops und vieles mehr konnten hier stattfinden. Auch mein Projekt „People of Fat Cat“ ist dort entstanden.
So wurde das Fat Cat zu einem Ort, an dem nicht nur gearbeitet, sondern auch ausprobiert, diskutiert und gemeinsam etwas geschaffen wurde. Zahlreiche Kooperationen und Projekte sind aus dieser besonderen Atmosphäre heraus entstanden.
Nun endet dieses Kapitel.
Dass das Fat Cat nur als Zwischennutzung angelegt war, war von Anfang an bekannt. Trotzdem ist es schade, dass damit ein solcher Ort verschwindet – und vor allem, dass bisher keine wirkliche Perspektive erkennbar ist, wie eine ähnlich intensive Nutzung für die freie und unabhängige Kulturszene an anderer Stelle fortgeführt werden kann.
Denn das Fat Cat hat gezeigt, dass es funktioniert. Wenn Kreativen Raum zur Verfügung steht und gleichzeitig Möglichkeiten für Veranstaltungen und Begegnungen geschaffen werden, entsteht daraus weit mehr als nur eine Ansammlung von Ateliers. Es entsteht eine lebendige Community.
Um zu zeigen, was das Fat Cat so besonders gemacht hat, welche Vielfalt dort entstanden ist und welche Bedürfnisse die Kreativszene hat, habe ich gemeinsam mit einigen Mitstreiter*innen ein Magazin über das Fat Cat gestaltet.
Darin finden sich zahlreiche Fotografien, Interviews und persönliche Berichte von Menschen aus dem Fat Cat – ergänzt durch Beiträge von Leuten, die den Ort von außen betrachtet haben.
Das Magazin soll einerseits eine Erinnerung an diesen besonderen Ort sein, andererseits aber auch zeigen, was München verliert, wenn solche Räume verschwinden. Deshalb werden die Magazine auch an Stadträt*innen und Verantwortliche aus dem Kulturbereich verteilt.
Vielleicht entsteht daraus ja die eine oder andere Idee. Vielleicht tut sich in München doch noch ein neuer Ort auf, an dem etwas Vergleichbares entstehen kann.
Und jetzt?
Für mich persönlich geht es immerhin weiter: Ich habe ja schon seit ein paar Wochen ein neues Studio gefunden. Viele andere sind allerdings noch auf der Suche.
Und auch wenn das Fat Cat ursprünglich nur als Zwischennutzung gedacht war, hat es München in den vergangenen Jahren kulturell geprägt. Diese Bedeutung sollte nicht einfach mit dem Ende der Nutzung verschwinden.
Ich bin gespannt, wie sich München in dieser Hinsicht weiterentwickeln wird. Vielleicht braucht es nicht unbedingt ein neues Fat Cat. Aber es braucht Räume, Möglichkeiten und den Willen, solche Orte auch in Zukunft zu ermöglichen.
Denn Kreativität braucht nicht nur Ideen.
Sie braucht auch Raum.
Falls jemand Hinweise auf passende Räume für kreative Projekte hat oder Interesse an dem Fat-Cat-Magazin hat, kann er oder sie sich sehr gerne bei mir melden.






Auf den Fotos: Szenen aus dem Fat Cat, Lucky Punch Culub, Live Evil Club, Drag Performance, Vernissage der "People of Fat Cat" Ausstellung.
Fotos des frisch gedruckten Fat Cat Magazins.
03.09.2026
Das Projekt im Werksviertel Mitte
Die nächste Ausstellung ist in Vorbereitung




Im Frühjahr hatte ich bereits mehrfach erwähnt, dass ich an einem größeren Fotoprojekt im Werksviertel Mitte arbeite und bald mehr darüber erzählen würde. Dann kam allerdings einiges dazwischen – der Umzug meines Studios, andere Projekte und natürlich der ganz normale Wahnsinn.
Umso schöner, dass ich jetzt festgestellt habe: Die ersten Ergebnisse werden tatsächlich schon bald zu sehen sein. Also höchste Zeit, endlich ein bisschen mehr über das Projekt zu erzählen!
Worum geht es?
Dass die Fotografien im Werksviertel Mitte entstanden sind, ist natürlich kein Zufall. Denn das Viertel selbst steht im Mittelpunkt des Projekts.
Mich interessiert vor allem die enorme Veränderung, die dieser Ort in den vergangenen rund 30 Jahren durchlaufen hat: von einem industriell geprägten Fabrikgelände hin zu dem vielfältigen und lebendigen Viertel, das heute dort entstanden ist.
Im Rahmen des Projekts habe ich zahlreiche Orte und Räume im Werksviertel besucht und dabei ganz unterschiedliche Menschen kennengelernt und portraitiert – Menschen, die hinter diesen Orten stehen und das Viertel auf ihre ganz eigene Weise mitprägen.
Die Fotografien werden durch ausführliche Interviews ergänzt, die direkt vor Ort entstanden sind. So geht es nicht nur um die Räume selbst, sondern vor allem um die Geschichten und Menschen dahinter.
Und natürlich soll das Projekt nicht nur auf meiner Festplatte bleiben.
Im Oktober wird es direkt im Werksviertel Mitte eine Ausstellung geben, bei der die entstandenen Fotografien erstmals öffentlich zu sehen sein werden. Zusätzlich wird ein Magazin zum Projekt erscheinen, das ebenfalls im Rahmen der Ausstellung erhältlich sein wird.
Ich freue mich sehr darauf, das Projekt nun endlich mit euch teilen zu können.
Also: Seid gespannt! Die konkrete Einladung zur Ausstellung folgt hier in Kürze.
Update: Die Seite zur Ausstellung ist nun online: Fotoausstellung T RÄUME


Auf den Fotos: Eindrücke aus dem Werksviertel-Mitte.
Making Of Aufnahmen von einigen der Fotoshootings vor Ort.
21.08.2026
Ein neuer analoger Ort
From Fat Cat to Candy




Drei Jahre sind es am Ende geworden – drei sehr schöne und inspirierende Jahre mit meinem Studio im „Fat Cat“ im Herzen Münchens.
In dieser Zeit sind viele spannende Begegnungen und neue Kontakte entstanden.
Besonders die einzigartige Mischung aus kreativen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Arbeitsweisen, die in diesem Haus zusammengekommen sind, hat das Fat Cat für mich zu einem ganz besonderen Ort gemacht.
Nun heißt es allerdings Abschied nehmen: Die Stadt München hat beschlossen, das Gebäude im Herbst für eine umfassende Sanierung zu schließen. Für mich bedeutete das, mich erneut auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten zu machen.
Seit ein paar Wochen bin ich nun im „Candy“ angekommen. Alles ist hier ein wenig kleiner als im Fat Cat, aber nicht weniger schön. Auch hier gibt es eine lebendige Gemeinschaft kreativer Menschen und ich freue mich sehr darauf, diesen neuen Ort kennenzulernen und zu sehen, was in den kommenden Jahren hier entstehen wird.
Ich bin gespannt auf dieses neue Kapitel – und eines steht schon fest: Die Eröffnung meines neuen Studios ist bereits in Planung!


Auf den Fotos: Eindrücke vom Candy-Sommerfest im Juli.
Unten: Impression vom Umzug und das inzwischen neu eingerichtete Studio.
20.08.2026
Ein neuer (alter) digitaler Ort
Was kommt als nächstes?




Was kommt nach Social Media? Das Gleiche, nur mit einem anderen Namen? Oder geht es vielleicht sogar wieder zurück zum Analogen?
Ich höre von immer mehr Menschen, die genervt davon sind, sich ständig den Regeln und Algorithmen großer Plattformen unterwerfen zu müssen, anstatt einfach das zu teilen und zu zeigen, was sie selbst bewegt und kreativ beschäftigt. Und vor allem: von der Abhängigkeit, die damit einhergeht.
Auch ich hatte in den letzten Monaten immer weniger Motivation, auf Social Media zu posten. Zu sehr fühlt es sich manchmal an, als müsste man sich dem Rhythmus und den Trends der Plattformen anpassen, um überhaupt gesehen zu werden.
Dabei war mir Unabhängigkeit schon immer wichtig. Deshalb gibt es meine eigene Website mittlerweile seit rund 25 Jahren. Ein Ort, der mir gehört und den ich selbst gestalten kann – unabhängig davon, was gerade auf Instagram, Facebook & Co. funktioniert.
Deshalb habe ich beschlossen, diesen Ort wieder stärker zu nutzen und einen Blog zu starten. Hier möchte ich regelmäßig über meine Projekte berichten, Einblicke in meine Arbeit geben und all das teilen, was sonst vielleicht auf Social Media landen würde.
Auf Social Media werde ich weiterhin präsent sein. Aber ich möchte mich nicht verbiegen, nur weil ein Algorithmus gerade diesen oder jenen Trend bevorzugt. Ich möchte wieder mehr selbst entscheiden, was ich zeige, wann ich es zeige und vor allem: warum.
Und vielleicht geht es am Ende auch gar nicht darum, digital oder analog zu sein. Sondern um die Möglichkeit, beides miteinander zu verbinden.
Deshalb möchte ich in Zukunft auch wieder mehr echte Begegnungen schaffen – bei kleinen und großen Ausstellungen, bei Zusammenkünften in meinem Studio und gemeinsam mit anderen Kreativen.
Denn so schön digitale Räume auch sind: Die spannendsten Dinge passieren oft noch immer, wenn Menschen tatsächlich aufeinandertreffen.



Wie visualisiert man digitalität?
Auf den Fotos: Diverse abstrakte Motive, Menschliche Begegnungen im Studio im Fat Cat.
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09.09.2026
Die Fette Katze stirbt
Vom Ende einer bisher einmaligen Institution








Jetzt ist es endgültig:
Ende September schließt das Fat Cat seine Türen.
Für mich geht damit ein Ort zu Ende, an dem ich in den vergangenen Jahren eine Heimat für meine kreativen Projekte gefunden habe. Und auch wenn von Anfang an klar war, dass das Fat Cat nur als Zwischennutzung gedacht war, fühlt sich sein Ende trotzdem wie ein großer Verlust an.
Denn das Fat Cat war mit wenig vergleichbar, was es zuvor in München gegeben hat. Es war nicht einfach nur ein Gebäude mit ungewöhnlich viel Raum für Kreative, sondern vor allem eine große und vielfältige Gemeinschaft.
Musiker*innen, Filmemacher*innen, Fotograf*innen, Maler*innen, Theatermacher*innen, Autor*innen und viele andere Kreative haben hier gearbeitet, experimentiert und sich ausgetauscht. Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen sind aufeinandergetroffen – und genau daraus entstand eine besondere Mischung aus Inspiration, Zusammenarbeit und spontanen Begegnungen.
Besonders war auch, dass es neben Ateliers und Studioräumen ausreichend Veranstaltungsflächen gab, um eigene Ideen direkt vor Ort umzusetzen. Ausstellungen, Konzerte, Theaterperformances, Workshops und vieles mehr konnten hier stattfinden. Auch mein Projekt „People of Fat Cat“ ist dort entstanden.
So wurde das Fat Cat zu einem Ort, an dem nicht nur gearbeitet, sondern auch ausprobiert, diskutiert und gemeinsam etwas geschaffen wurde. Zahlreiche Kooperationen und Projekte sind aus dieser besonderen Atmosphäre heraus entstanden.
Nun endet dieses Kapitel.
Dass das Fat Cat nur als Zwischennutzung angelegt war, war von Anfang an bekannt. Trotzdem ist es schade, dass damit ein solcher Ort verschwindet – und vor allem, dass bisher keine wirkliche Perspektive erkennbar ist, wie eine ähnlich intensive Nutzung für die freie und unabhängige Kulturszene an anderer Stelle fortgeführt werden kann.
Denn das Fat Cat hat gezeigt, dass es funktioniert. Wenn Kreativen Raum zur Verfügung steht und gleichzeitig Möglichkeiten für Veranstaltungen und Begegnungen geschaffen werden, entsteht daraus weit mehr als nur eine Ansammlung von Ateliers. Es entsteht eine lebendige Community.
Um zu zeigen, was das Fat Cat so besonders gemacht hat, welche Vielfalt dort entstanden ist und welche Bedürfnisse die Kreativszene hat, habe ich gemeinsam mit einigen Mitstreiter*innen ein Magazin über das Fat Cat gestaltet.
Darin finden sich zahlreiche Fotografien, Interviews und persönliche Berichte von Menschen aus dem Fat Cat – ergänzt durch Beiträge von Leuten, die den Ort von außen betrachtet haben.
Das Magazin soll einerseits eine Erinnerung an diesen besonderen Ort sein, andererseits aber auch zeigen, was München verliert, wenn solche Räume verschwinden. Deshalb werden die Magazine auch an Stadträt*innen und Verantwortliche aus dem Kulturbereich verteilt.
Vielleicht entsteht daraus ja die eine oder andere Idee. Vielleicht tut sich in München doch noch ein neuer Ort auf, an dem etwas Vergleichbares entstehen kann.
Und jetzt?
Für mich persönlich geht es immerhin weiter: Ich habe ja schon seit ein paar Wochen ein neues Studio gefunden. Viele andere sind allerdings noch auf der Suche.
Und auch wenn das Fat Cat ursprünglich nur als Zwischennutzung gedacht war, hat es München in den vergangenen Jahren kulturell geprägt. Diese Bedeutung sollte nicht einfach mit dem Ende der Nutzung verschwinden.
Ich bin gespannt, wie sich München in dieser Hinsicht weiterentwickeln wird. Vielleicht braucht es nicht unbedingt ein neues Fat Cat. Aber es braucht Räume, Möglichkeiten und den Willen, solche Orte auch in Zukunft zu ermöglichen.
Denn Kreativität braucht nicht nur Ideen.
Sie braucht auch Raum.
Falls jemand Hinweise auf passende Räume für kreative Projekte hat oder Interesse an dem Fat-Cat-Magazin hat, kann er oder sie sich sehr gerne bei mir melden.






Auf den Fotos: Szenen aus dem Fat Cat, Lucky Punch Culub, Live Evil Club, Drag Performance, Vernissage der "People of Fat Cat" Ausstellung.
Fotos des frisch gedruckten Fat Cat Magazins.
03.09.2026
Das Projekt im Werksviertel Mitte
Die nächste Ausstellung ist in Vorbereitung




Im Frühjahr hatte ich bereits mehrfach erwähnt, dass ich an einem größeren Fotoprojekt im Werksviertel Mitte arbeite und bald mehr darüber erzählen würde. Dann kam allerdings einiges dazwischen – der Umzug meines Studios, andere Projekte und natürlich der ganz normale Wahnsinn.
Umso schöner, dass ich jetzt festgestellt habe: Die ersten Ergebnisse werden tatsächlich schon bald zu sehen sein. Also höchste Zeit, endlich ein bisschen mehr über das Projekt zu erzählen!
Worum geht es?
Dass die Fotografien im Werksviertel Mitte entstanden sind, ist natürlich kein Zufall. Denn das Viertel selbst steht im Mittelpunkt des Projekts.
Mich interessiert vor allem die enorme Veränderung, die dieser Ort in den vergangenen rund 30 Jahren durchlaufen hat: von einem industriell geprägten Fabrikgelände hin zu dem vielfältigen und lebendigen Viertel, das heute dort entstanden ist.
Im Rahmen des Projekts habe ich zahlreiche Orte und Räume im Werksviertel besucht und dabei ganz unterschiedliche Menschen kennengelernt und portraitiert – Menschen, die hinter diesen Orten stehen und das Viertel auf ihre ganz eigene Weise mitprägen.
Die Fotografien werden durch ausführliche Interviews ergänzt, die direkt vor Ort entstanden sind. So geht es nicht nur um die Räume selbst, sondern vor allem um die Geschichten und Menschen dahinter.
Und natürlich soll das Projekt nicht nur auf meiner Festplatte bleiben.
Im Oktober wird es direkt im Werksviertel Mitte eine Ausstellung geben, bei der die entstandenen Fotografien erstmals öffentlich zu sehen sein werden. Zusätzlich wird ein Magazin zum Projekt erscheinen, das ebenfalls im Rahmen der Ausstellung erhältlich sein wird.
Ich freue mich sehr darauf, das Projekt nun endlich mit euch teilen zu können.
Also: Seid gespannt! Die konkrete Einladung zur Ausstellung folgt hier in Kürze.
Update: Die Seite zur Ausstellung ist nun online: Fotoausstellung T RÄUME


Auf den Fotos: Eindrücke aus dem Werksviertel-Mitte.
Making Of Aufnahmen von einigen der Fotoshootings vor Ort.
21.08.2026
Ein neuer analoger Ort
From Fat Cat to Candy




Drei Jahre sind es am Ende geworden – drei sehr schöne und inspirierende Jahre mit meinem Studio im „Fat Cat“ im Herzen Münchens.
In dieser Zeit sind viele spannende Begegnungen und neue Kontakte entstanden.
Besonders die einzigartige Mischung aus kreativen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Arbeitsweisen, die in diesem Haus zusammengekommen sind, hat das Fat Cat für mich zu einem ganz besonderen Ort gemacht.
Nun heißt es allerdings Abschied nehmen: Die Stadt München hat beschlossen, das Gebäude im Herbst für eine umfassende Sanierung zu schließen. Für mich bedeutete das, mich erneut auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten zu machen.
Seit ein paar Wochen bin ich nun im „Candy“ angekommen. Alles ist hier ein wenig kleiner als im Fat Cat, aber nicht weniger schön. Auch hier gibt es eine lebendige Gemeinschaft kreativer Menschen und ich freue mich sehr darauf, diesen neuen Ort kennenzulernen und zu sehen, was in den kommenden Jahren hier entstehen wird.
Ich bin gespannt auf dieses neue Kapitel – und eines steht schon fest: Die Eröffnung meines neuen Studios ist bereits in Planung!


Auf den Fotos: Eindrücke vom Candy-Sommerfest im Juli.
Unten: Impression vom Umzug und das inzwischen neu eingerichtete Studio.
20.08.2026
Ein neuer (alter) digitaler Ort
Was kommt als nächstes?




Was kommt nach Social Media? Das Gleiche, nur mit einem anderen Namen? Oder geht es vielleicht sogar wieder zurück zum Analogen?
Ich höre von immer mehr Menschen, die genervt davon sind, sich ständig den Regeln und Algorithmen großer Plattformen unterwerfen zu müssen, anstatt einfach das zu teilen und zu zeigen, was sie selbst bewegt und kreativ beschäftigt. Und vor allem: von der Abhängigkeit, die damit einhergeht.
Auch ich hatte in den letzten Monaten immer weniger Motivation, auf Social Media zu posten. Zu sehr fühlt es sich manchmal an, als müsste man sich dem Rhythmus und den Trends der Plattformen anpassen, um überhaupt gesehen zu werden.
Dabei war mir Unabhängigkeit schon immer wichtig. Deshalb gibt es meine eigene Website mittlerweile seit rund 25 Jahren. Ein Ort, der mir gehört und den ich selbst gestalten kann – unabhängig davon, was gerade auf Instagram, Facebook & Co. funktioniert.
Deshalb habe ich beschlossen, diesen Ort wieder stärker zu nutzen und einen Blog zu starten. Hier möchte ich regelmäßig über meine Projekte berichten, Einblicke in meine Arbeit geben und all das teilen, was sonst vielleicht auf Social Media landen würde.
Auf Social Media werde ich weiterhin präsent sein. Aber ich möchte mich nicht verbiegen, nur weil ein Algorithmus gerade diesen oder jenen Trend bevorzugt. Ich möchte wieder mehr selbst entscheiden, was ich zeige, wann ich es zeige und vor allem: warum.
Und vielleicht geht es am Ende auch gar nicht darum, digital oder analog zu sein. Sondern um die Möglichkeit, beides miteinander zu verbinden.
Deshalb möchte ich in Zukunft auch wieder mehr echte Begegnungen schaffen – bei kleinen und großen Ausstellungen, bei Zusammenkünften in meinem Studio und gemeinsam mit anderen Kreativen.
Denn so schön digitale Räume auch sind: Die spannendsten Dinge passieren oft noch immer, wenn Menschen tatsächlich aufeinandertreffen.



Wie visualisiert man digitalität?
Auf den Fotos: Diverse abstrakte Motive, Menschliche Begegnungen im Studio im Fat Cat.
info@julian-schulz.com | Studio: c/o Candy Giesing | Candidplatz 9 | 81543 München | Germany
info@julian-schulz.com | Studio: c/o Candy Giesing | Candidplatz 9 | 81543 München | Germany